Mila und Paul: Doppelband 1 – (Band 1: Sonne im Norden, Band 2: Sonne im Herzen)

von Tino Dietrich.

Es ist soweit, es gibt ein neuen Buch/E-Book von mir. Na gut, es ist nicht wirklich neu! Zumindest, was den Inhalt angeht. Mila und Paul: Doppelband 1 – (Band 1: Sonne im Norden, Band 2: Sonne im Herzen) ist ab sofort bei epubli (E-Book und Taschenbuch) und Amazon (Kindle) erhältlich. Allen anderen Online-Shops wie Thalia, Bücher.de oder Weltbild werden in den nächsten Tagen mit den Datensätzen meiner Buchveröffentlichung von meinem Dienstleister gefüttert, damit die Online-Buchhandlungen es in ihre Systeme einpflegen können, um an meiner Arbeit mitzuverdienen. Ich jedenfalls freue mich über die Entscheidung ein Doppelband der ersten beiden Bände von meiner Mila und Paul-Buchreihe heruaszubringen. Mit 596 Seiten ist diese Sonderausgabe auch ein kleines Schwergewicht für ein Taschenbuch. Aber dafür gibt es ja die E-Book-Version. Die elektronischen Varianten EPUB oder KINDLE sind garantiert leichter, sofern ihr nicht an eurem heimischen PC mit einer Leseapp am Bildschirm lest. sleich hier drunter findet ihr alles wichtige an Informationen zu „Mila und Paul: Doppelband 1 – (Band 1: Sonne im Norden, Band 2: Sonne im Herzen)“. Ich wünsche euch gute Unterhaltung und angenehme Lesestunden.

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Mila und Paul – Sonne im Herzen erscheint noch im April 2023!

Ich habe es ja bereits angekündigt, dass mein neuer Roman Mila und Paul – Sonne im Herzen, der 2. Band der Buchreihe Mila und Paul, in Kürze erscheinen wird. Heute kann ich euch den Veröffentlichungstermin verraten. Am 29. April 2023 wird Mila und Paul – Sonne im Herzen über die meisten Online-Händler, als auch über den lokalen Buchhandel erhältlich beziehungsweise dort bestellbar sein. Wenn ihr mich in meiner Autorentätigkeit mit einem Kauf unterstützen möchtet, empfehle ich euch den Tredition-Shop. Dort erhalte ich bessere Tantiemen, genauer gesagt etwas mehr als 1,- EUR pro verkauftem Buch.
Was mir persönlich aber mehr am Herzen liegt, ist, dass ihr mit meinem Roman gut unterhalten werdet.

Mila und Paul - Sonne im Herzen. Liebesroman, Familienroman, Wolfühlroman, Ostseeroman, TIno Dietrich

Nach wie vor bedanke ich mich bei jedem Einzelnen meiner Leserinnen und Leser und freue mich schon jetzt auf das viele wertvolle Feedback, die Rezensionen oder die verschiedenen Meinungen dazu. Das alles erhalte ich nur durch euch. Danke!
Kommentare gerne hier drunter.

W wie Wellenrauschen | Postreihe | Mila und Paul – Sonne im Norden

Wie eine natürliche Entspannungsmusik wirkt das Rauschen der Wellen auf Paul. Alle Anspannungen lösen sich.

Hörst du das Rauschen der Wellen auch so gerne?

Zum Buch: https://tinodietrich.de/mpsn

#Brandung #dieWelle #Meeresbrise
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V wie Vogelpark | Postreihe | Mila und Paul – Sonne im Norden

Der Vogelpark Niendorf ist immer einen Besuch wert. Mila und Paul waren auch dort und sind begeistert. Nur der Geier scheint Paul nicht zu mögen.

Hast du einen Tierpark, der dir gut gefällt?

Zum Buch: https://tinodietrich.de/mpsn

#Vögelei #weißdergeier #Fauna
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R wie Regen | Postreihe | Mila und Paul – Sonne im Norden

Der Regen scheint ein aufdringlicher Begleiter des Glücks für Mila und Paul zu sein, weshalb er irgendwann ein willkommener Glücksbote für die beiden wird.

Hast du auch einen Glücksboten oder Glücksbringer?

Zum Buch: https://tinodietrich.de/mpsn

#Engel #willaucheinstückvomglück #glücklichsein
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N wie Niendorf an der Ostsee | Postreihe | Mila und Paul – Sonne im Norden

Einer der Lieblingsorte von Mila und Paul. Streng genommen gibt es viele Plätze, die sie gerne mögen. Aber es muss am Wasser sein, wie die Elbe oder die Alster in Hamburg.

Warst du schon in Niendorf an der Ostsee oder Timmendorfer Strand?

Zum Buch: https://tinodietrich.de/mpsn

#Hafenanlage #kleinerHafen #Ostseehafen
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11 Tipps wie du Autoren finanziell unterstützen kannst

Zu meinem Artikel »10 Tipps, wie du Autoren und Autorinnen ohne Geld unterstützen kannst«, habe ich natürlich auch an die Methode der finanziellen Unterstützung gedacht. Gibt ja bekanntlich zwei Seiten auf einer Medaille. Egal wie deine Unterstützung für Autoren und Autorinnen aussehen mag, es wird den Literaturschaffenden helfen und garantiert motivieren. Schließlich wollen wir noch mehr Geschichten aus der Feder der fiktiven Kunst lesen, oder?

1. Buch kaufen

Ist offensichtlich aber dennoch einen Hinweis wert. Nicht jeder geht zum nächsten Buchladen oder auf der Seite einer Online-Buchhandlung shoppen. Mehr zu den Personen, die mit ihren Handlungen Schaden anrichten, in meinem Artikel »Wie Menschen den Autoren und Autorinnen finanziellen Schaden zufügen«.
Also, kaufe dir Bücher oder E-Books – gerne auch meine.

2. Buch verschenken

Hätte ich auch »Buch kaufen« zuordnen können, habe ich aber aus Gründen nicht. Und zwar deshalb: Du selbst liest nicht gern, hast aber einen Bekannten, der die geborene Leseratte ist. Er wünscht sich, etwas zu lesen, und du erfüllst ihm den Wunsch. Indem du ein Buch kaufst und an deinem Bekannten verschenkst, hilfst du damit gleichzeitig den Autoren und Autorinnen, die das Buch geschrieben haben. Fazit: Ein Buch ist ein tolles Geschenk.

3. Patron werden

Auf Patreon sind mittlerweile viele KünstlerInnen, zu denen auch Autoren und Autorinnen zählen, unterwegs. Auf dieser Plattform hast du die Möglichkeit, jemanden mit einem monatlichen Beitrag finanziell zu unterstützen. Im Gegenzug bietet der oder die Unterstützte dir z. B. eine exklusive Kurzgeschichte, eine private Lesung oder eine persönliche Postkarte, usw., an, die nur die Patrons zu sehen bekommen, niemand sonst. Es ist also ein Unterstützungsbeitrag, bei dem man sogar etwas für sein Geld zurückbekommt. Ich halte das für eine super Sache, bei der man sogar im direkten Austausch mit seinem Lieblingsautor- oder Autorin sein kann – vielleicht auch mit mir auf meiner Patreon-Seite, unter https://www.patreon.com/tinodietrich.

4. Live-Stream

Auf Twitch oder YouTube haben Autoren und Autorinnen ein weiteres Feld der Leserbindung erschlossen. Hier kannst du den kreativen Köpfen dabei zusehen, wie die Geschichten entstehen, womit sie sich herumplagen müssen und erfahren was sie mögen und was nicht. Das alles findet Live statt, also in Echtzeit. Häufig kannst du der Person, die dort Live streamt mittels eines Spendenbuttons in der Beschreibung, eine Art Trinkgeld, auch »Tip« genannt, spenden. Das wird oft direkt über den Zahlungsanbieter PayPal, Streamlabs oder anderen abgewickelt. Zudem steht man im direkten Kontakt mit der oder die streamende(n) Person. Eine weitere spannende Sache, wie ich finde. Ich selbst habe aus Zeitgründen immer zögerlich gehandelt, einen Live-Stream zu machen. Aber in Zukunft wirst auch du mich dort häufiger Live sehen und hören können. Mein Twitch-Kanal >> https://www.twitch.tv/tinodietrichautor.

5. Direkte Spende

Die einfache Variante einer finanziellen Unterstützung ist die einer direkten Honorierung durch die Leser. Sofern vorhanden ist das mit PayPal oder PayPal.me am einfachsten durchzuführen. Nicht sehr verbreitet aber dennoch eine Erwähnung wert. Fragt am besten einfach nach, ob eine Spende in der Form möglich ist. Bei mir ist es möglich, unter https://www.paypal.me/tinodietrich76

6. Crowdfunding

Man mag es kaum kennen, doch das Crowdfunding ist schon lange in Deutschland. Dort hat jeder die Möglichkeit, sein Herzensprojekt durch die anderen Mitglieder finanzieren zu lassen. Einige wollen dabei anonym bleiben und unterstützen mit großzügigen Geldbeträgen. Besonders verlagsunabhängige Autoren und Autorinnen sind dort vertreten, um sich die sehr teuren professionellen Dienstleistungen für ein Lektorat, Korrektorat oder Coverdesign leisten zu können, damit ihr Buch schon bald veröffentlicht werden kann, das der Bestseller von morgen sein könnte. Ich selbst bin auf Startnext, unter https://www.startnext.com/profile/t-dietrich zu finden. Dort kannst du mich und mein Projekt unterstützen. Ich bin dir dafür auf Lebenszeit dankbar!

7. Lesung

Besuche so viele Lesungen in deiner Nähe, wie möglich. Damit unterstütz du die Autoren und Autorinnen und entdeckst dabei vielleicht deinen neuen Lieblingsautoren für die imaginäre Liste. Es gibt Leseveranstaltungen, die man kostenlos besuchen kann, wobei der Autor oder die Autorin vor Ort idealerweise Bücher zum Kauf anbieten sollte, die man dann direkt nach der Veranstaltung kaufen kann. Oder welche mit Eintrittspreis von wenigen Euro bis hin zu einem regelrechten Event, bei dem man schon etwas tiefer in den Geldbeutel greifen muss. Für welche Lesung du dich entscheiden wirst, deine Unterstützung wird wahrgenommen.

8. Private Lesung

Diese kann an fast jedem Ort sein, den man aufsuchen kann. Natürlich muss dies in Absprache mit den Autoren und Autorinnen geschehen. Am besten ist das heimische Wohnzimmer für ein solches Mini-Event geeignet. Frage einfach bei denen Lieblingsautoren- und Autorinnen an, ob sie für eine private Lesung zu buchen sind, was die Bedingungen dafür sind, und verhandle einen fairen Preis, der für beide Seiten befriedigend ist. Ich persönlich bin für eine Wohnzimmerlesung in Hamburg und dem Hamburger Umland buchbar. Näheres erfährst du auf Anfrage von mir.

9. Persönliche Kurzgeschichte

Hast du schon mal daran gedacht, dir eine persönliche Kurzgeschichte schreiben zu lassen oder eine als Geschenk für jemand ganz Besonderen? Nein? Das tun in der Tat sehr wenige. Bisher habe ich nur eine Kurzgeschichte für jemanden geschrieben, die eine Erinnerung an ihre verstorbene Hündin in Textform haben wollte. Das war sehr sentimental und eine enorme Herausforderung für mich. Aber so etwas mache ich gerne. Frage einfach bei Autoren oder Autorinnen nah, ob sie einen persönliche Kurzgeschichte nach Vorgaben für dich schreiben könnten und was das Ganze kosten soll. Ich jedenfalls biete persönliche Kurzgeschichten an. Fragen dazu gerne an mich, unter info@tinodietrich.de.

10. Aufträge

Du brauchst Hilfe bei einem Anschreiben oder einer Bewerbung? Du möchtest einen Blogartikel verfassen, kennst das Thema, den groben Inhalt, schaffst es aber nicht, das alles in Worte und Sätze zu verfassen? Dann schaue dir die Autorenseiten genauer an. Viele Autoren und Autorinnen sind freiberufliche Schriftsteller und können vom Bücherschreiben alleine nicht leben. Deshalb biete ich z. B. diverse Dienstleistungen an. Von der Bewerbung mit Lebenslauf über Blogartikel und Produktbeschreibungen, bis hin zum virtuellen Assistenten, wo ich viele Dinge für dich erledigen kann, die in irgendeiner Weise mit Text, Schreiben und Lesen zu tun haben. Frage gerne bei mir nach, wenn du Fragen dazu hast. Am einfachsten geht das per E-Mail, unter info@tinodietrich.de.

11. Ghostwriting

Du möchtest selbst ein Buch veröffentlichen, kennst den Plot, hast viel recherchiert und kennst die Protagonisten besser als dich selbst, doch du stehst vor der Beschwerlichkeit, dass dir das Schreiben nicht liegt? Auch das sollte kein Problem darstellen, wenn du dir über finanzielle Mittel keine Gedanken machen musst. Ich habe schon ein paar Texte als Ghostwriter schreiben dürfen. Leider bin ich vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet und darf dir keine Details dazu nennen, obwohl ich sehr gerne damit in meiner Bibliographie angeben würde. Es gibt zahlreiche Schriftsteller und Schriftstellerinnen, die diese Dienstleistung ebenfalls anbieten. Einfach direkt nachfragen, sollte es nicht auf der Webseite erkennbar sein.

Wie auch immer dein Beitrag für eine Unterstützung der Autoren und Autorinnen aussehen mag, helfen wird er bestimmt.
Hast du noch weitere Tipps, wie man Autoren und Autorinnen mit finanziellen Mitteln unterstützen kann?

K wie Kurtaxe | Postreihe | Mila und Paul – Sonne im Norden

Teuer aber aufgrund der vielen Strandbesucher auch notwendig. Wer mag schon Zigarettenstummel im Sand oder Berge aus Seetang, auch wenn sie natürlichen Ursprungs sind? Ich möchte nicht in eine Glasscherbe treten, wenn ich Barfuß durch den Sand gehe! Fast jeden Tag wird der Strand gekämmt und geglättet.

Findest du diese Gebühren für gerecht oder zu hoch?

Zum Buch: https://tinodietrich.de/mpsn

#sauberStrand #saubereUmwelt #saubereWelt #Weltretten
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Leseprobe Kurzgeschriebenes Band 1

Ein Auszug aus meiner Kurzgeschichte Unser Herr Diehsel aus Kurzgeschriebenes Band 1.

Es ist Donnerstag, früh am Morgen. Am morgigen Tag endet eine weitere Woche. Ich stehe
mit Sarah an der Bushaltestelle. Sie freut sich und wird mit jeder Minute zappeliger. Aber sie
bleibt an meiner Hand. Ich habe ihr nur einmal erklärt, wie gefährlich es an einer Straße sein
kann. Seitdem nimmt Sarah freiwillig meine Hand, wenn wir auf den Gehwegen unterwegs
sind. Darüber bin ich froh. Häufig beobachten wir beim kollektiven Warten auf den Bus die
anderen Kinder. Die Jungs sind meistens ziemlich wild und toben auf dem Gehweg,
während die Eltern in Gruppen über dieses und jenes reden. Die Mädchen sind eher ruhiger.
Sie toben seltener mit den Jungs zusammen. Sie sind meistens mehr unter sich. Heute ist
es allerdings leiser.
Von der Schule habe ich erfahren, dass die Grippe kursiert. Das ist gestern mit einer Info-Mail der Elternvertretung gekommen. Ganz praktisch, wenn man nicht viel Zeit hat. Oder
keine Lust. Sollte ich nicht verpflichtend einer Theateraufführung von Sarah beiwohnen oder
mir das jährliche Weihnachtsbasteln aufgehalst haben, pflege ich meine Zeit so zu gestalten,
dass der Haushalt, Job und meine Tochter in imaginär eingeteilten Zeitfenstern gut umsorgt
sind. Ich träume vor mich hin, verliere mich in der Zeit, als jemand an meinem Arm zieht.
»Papa, wo ist denn der Bus?« Sarah sieht mich erwartungsvoll an. Ich blicke auf das große
schwarz-weiße Ziffernblatt der turmartigen Uhr gegenüber, auf der anderen Straßenseite.
Fast zwei Minuten war noch Zeit.
»Er hat noch etwas Zeit, mein Spatz.«
»Da ist er ja!« Sarah macht ein paar Hopser vor Freude und lacht. Soeben kam der Bus um
die Ecke gerollt, nachdem er an der Straßenkreuzung noch ein paar Fußgänger vorbeilassen
musste.
»Habe ich dir ja gesagt.«
Direkt vor uns hält Herr Diehsel den Bus an und öffnet unter zischender Druckluft die Türen.
»Guten Morgen«, sagt Herr Diehsel mit lauter Stimme, um den Motorenlärm zu
übertrumpfen, und nickt uns zu.
»Moin Herr Diehsel!« Ich antworte lauter als gedacht. Ich sehe wohl ziemlich erschrocken
aus, denn der nette Busfahrer lacht laut und winkt Sarah in den Bus herein.
»Komm, Kleine, steig ein. Wir müssen los. Die anderen Kinder wollen auch abgeholt
werden«, sagt er, während sein Lachen langsam verstummt.
»Ich weiß das wohl«, sagt Sarah und stemmt ihre kleinen Hände in die Hüfte, um ihre
Antwort in aller Deutlichkeit zu untermalen.
»Tschüss Papa!« Sie gibt mir einen flüchtigen Kuss und folgt den Anweisungen von Herrn
Diehsel.
»Tschüss, meine kleine Prinzessin«, erwidere ich.
»Guten Morgen Herr Diehsel!« Erst jetzt grüßt meine Tochter zurück. Danach schließen sich
die Türen und der Bus rollt an. Ich nicke unserem Busfahrer zu, was er lächelnd erwidert und
sich dann auf den Verkehr konzentriert. Sarah sitzt ganz vorn am Fenster und winkt mir zu.
Ich hebe die Hand, ohne sie hin und her zu schwenken. Dabei fällt mir auf, besonders viele
Kinder sind heute nicht im Bus. Wohl der Grippe wegen. Er wirkt unheimlich leer. Die
Handvoll mitfahrender Kinder haben sich großzügig im Fahrgastraum verteilt. Ein Junge
drückt sein Gesicht an die Fensterscheibe. Als der Busfahrer auf das Pedal tritt, um aus der
Haltebucht zu fahren, rutscht das Gesicht bis an den Fensterrand. Eine Spur aus Speichel
demonstriert eine fast gerade Linie bis zum Mund des Jungen. Innerlich denk ich nur: »Echt
jetzt?« Die übrigen Kinder scheinen noch zu schlafen, wenn auch mit offenen Augen.
Sarah schaut mich noch einen Moment lang an, blickt dann nach vorn. Ich warte noch, bis
der Bus an der Kreuzung rechts einbiegt. So mache ich es immer. Heute habe ich frei, kann
mich endlich mal etwas ausruhen. Doch erst muss ich noch die Schmutzwäsche waschen
und aufhängen, kurz Staubsaugen, den Abwasch bezwingen und die Wohnung lüften. Ach
ja, einkaufen muss ich auch noch. Mein vermeintlich freier Tag erweist sich als normaler Tag,
nur ohne zur Arbeit zu müssen.
Während ich mein Pflichtprogramm fast vollautomatisch abarbeite, habe ich Zeit über
dieses und jenes nachzudenken. Auch über Herrn Diehsel. Er hat immer gute Laune, ist
stets pünktlich und steuerte den Schulbus bereits, als ich vor etlichen Jahren ein Schüler
war. Damals drehte er die Lautstärke des Radios im Bus oft sehr laut und sang einige Lieder
mit. Wir Kinder mussten dann immer über seine Grimassen lachen, die er dabei machte. Das
konnte man sehr gut in der spiegelnden Windschutzscheibe sehen. Manchmal erzählte er
auch Witze über das Mikrofon im Bus. Man hörte deutlich seine Stimme, doch verstand ich
nicht jeden Witz. Damit war ich zum Glück nicht allein. Herrn Diehsel machte das nichts aus,
wenn er es bemerkte. Er lachte dann umso mehr über seinen eigenen Witz.
Dabei fällt mir auf, dass er auch nicht zu altern scheint. Er sieht noch immer so aus wie
damals. Manchmal möchte ich ihn einfach dafür danken, wie er sich immer um die
Sicherheit unserer Kinder bemüht. Auch dafür, dass er mich damals mit seiner witzigen und
albernen Art bespaßt hat. Und jetzt für meine Tochter. Ich kenne ihn fast mein ganzes Leben.
Jeden Tag nach der Schule erzählt mir Sarah, was Herr Diehsel wieder Lustiges angestellt
hat. Am besten mach ich das gleich heute, wenn ich meine Tochter vom Bus abhole. Da
kann ich Herrn Diesel dann endlich meinen Dank aussprechen.
Da bin ich schon wieder unterwegs. Meinen freien Tag nutze ich dann doch nicht zum
Entspannen. Gleich bin ich an der Schulbus-Haltestelle. Der kommt auch schon in wenigen
Minuten. Mich beruhigt, dass ich den Haushalt wieder auf Vordermann gebracht habe. So ist
es am Wochenende weniger, hat ja auch was Gutes.
Am Nachmittag stehen hier heute tatsächlich mehr wartende Eltern herum, als es am
Vormittag der Fall war. Ist das mit der Erkältungswelle wohl doch nicht so dramatisch, wie
von der Elternvertretung angepriesen?
Da ist er, der Bus. Pünktlich wie immer, stelle ich mit dem Blick auf die Uhr fest. Hamburgs
Straßen sind chronisch verstopft und laut. Wie Herr Diehsel es trotzdem schafft, immer
pünktlich vorzufahren, bleibt ein Mysterium. Sarah steigt als Letztes aus der vorderen Tür.
Sie springt mir in die Arme und beginnt sofort zu erzählen, dass sie heute multiplizieren in
der Schule gelernt hat. Ich widmete meine Aufmerksamkeit erst Sarah, dann kurz unseren
Busfahrer, um ihm zu danken. Zu spät. Die Türen sind zu und er fährt bereits los. Mist,
verpasst.
»Dann eben morgen«, denke ich mir und widme mich wieder meiner Tochter, die ich auf den
Boden absetze, da sie mir zu schwer wird. Ganz nebenbei greift sie meine Hand, als wir uns
auf dem Weg nach Hause machen.
Freitag früh. Ich spüre jeden einzelnen Knochen in mir. Habe es wohl gestern mit der
Hausarbeit übertrieben. Oder vielleicht zu doll mit Sarah getobt. Während ich mich langsam
durch die kleine Wohnung bewege, bestätige ich mir selbst, dass meine Wehwehchen einer
Kombination aus Toben und Haushalt entstammen. Auf dem Klo höre ich meine Tochter in
ihrem Zimmer reden. Sie ist heute schon vor mir aufgestanden und durch die Wohnung
gedüst. Eigentlich auch kein Wunder, dass die Kleine schon so mobil ist. Sie ist ja auch
gestern nach dem Abendbrot ziemlich früh eingeschlafen, vollkommen platt. Nachdem ich
sie ins Bett getragen habe, schlief ich, wie meine Tochter es vor mir tat, auf dem Sofa ein.
Und genau dort bin ich aufgewacht. Mit prall gefüllter Blase und Muskelkater. Nach einem
kleinen Frühstück mit gebuttertem Toast und Marmelade machen wir uns fertig, um den
Schulbus nicht zu verpassen. Ranzen gepackt, Jacke und Schuhe an, abmarschbereit.
Auf dem Weg zum Bus kommen wir an einem Plakat vom Reisebüro, das ein paar Straßen
weiter seinen Geschäften nachgeht, vorbei. Die Botschaft ist deutlich: Jetzt Winterurlaub
buchen und sparen!
Von der Werbung animiert unterhalten wir uns über den Traumurlaub schlechthin. Nicht über
irgendeinen Urlaub. Da hat ja jeder seine ganz eigene Vorstellung. Sogar wir.
An der Bushaltestelle prüfe ich zuerst mal die Uhrzeit. Schließlich kann man bei so
intensiven Gesprächen auch mal die Zeit vergessen. Aber alles im Lot. Zwei Minuten vor der
Zeit. Ich bemerke einen rothaarigen Jungen, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Er muss
so in Sarahs Alter sein. Neun, vielleicht auch etwas jünger. Jungs sehen selten so alt aus,
wie sie tatsächlich sind. Während ich durch die Gegend schaue, fällt mein Blick erneut auf
die große Uhr gegenüber.
»Zu spät«, sage ich leise.
»Was?« Sarah zog an meiner Hand.
»Der Bus«, sage ich.
»Was ist mit dem Bus?«
»Der Bus ist zu spät«, antworte ich.
Sarah schaut nun selbst zur Uhr hinüber. Einen Moment später kommen noch zwei Jungs
angerannt. Sie werden langsamer, als sie uns sehen.
»Herr Diehsel kommt niemals zu spät«, schimpft Sarah.
»Vielleicht hat er ja auch die Grippe bekommen«, sage ich, nach einer Erklärung suchend.
»Kann sein.« Mehr sagt sie nicht. Sie starrt unentwegt in die Richtung, aus der der Bus
kommen muss. Die Sonne scheint ihr dabei direkt ins Gesicht. Mit zugekniffenen Augen,
einen winzigen Spalt zum Gucken geöffnet, stellt sie sich den Sonnenstrahlen entgegen. Die
Jungs an der Bushaltestelle bilden eine Dreiergruppe. Sie besprechen die Lage und gehen
zu Fuß los, damit sie nicht zu spät zum Unterricht erscheinen. Ich überlege auch, ob wir
nicht loslaufen sollen. Doch zu warten erscheint mir als die bessere Lösung. Also warten wir.
Zehn Minuten, zwanzig Minuten. Das reicht. Ich halte laut pfeifend ein Taxi an. Dem Fahrer
gebe ich einen Zwanzigeuroschein und nenne ihm die Adresse der Schule. Er weiß, wo das
ist. Sarah und ich setzen uns auf die Rückbank. Ich ziehe die Tür schwungvoll zu und wir
fahren mit dem Taxi los zur Schule. Unterwegs rufe ich das Sekretariat an, damit die Lehrerin
über die Verspätung meiner Tochter informiert wird. Als wir dort ankommen, verabschiede
ich mich mit einem Kuss auf die Stirn von meiner Tochter. Sie eilt in das alte vergraute
Schulgebäude mit den vielen Fenstern. Ich fahre mit demselben Taxi zurück, bis vor die
Haustür. Eigentlich sollte ich schon längst auf der Arbeit sein. Aber ich gehe erst mal nach
oben. In der Wohnung mache mir einen Kaffee und treffe dabei die Entscheidung, mich für
heute krank zu melden. Ich gehe zum Telefon, wähle die eingespeicherte Nummer vom Chef
aus und drücke auf die grüne Taste mit dem Hörersymbol drauf und melde mich für heute
krank. Außer mir gute Besserung zu wünschen und die Äußerung, dass ich schnell wieder
gesund werden soll, sagt mir der Boss zum Glück nichts. Danach suche ich die
Telefonnummer vom Busunternehmen aus einem Branchenbuch heraus. Ich möchte
unbedingt in Erfahrung bringen, was mit Herrn Diehsel ist. Der Anschluss ist besetzt. Auch
durch wiederholtes Drücken der Wahlwiederholung ist kein Durchkommen möglich. Ich
gebe mich geschlagen, schalte das Radio ein und lasse mich auf das Sofa fallen. Musik
ertönt. John Lennon mit »Imagine« glaube ich zu hören. Ein ungutes Gefühl steigt in mir auf.
Ich muss die Augen schließen. Alles dreht sich. Ich fühle mich wie kurz vor einer Operation
im Krankenhaus. Es ist also eine Art Angst, die ich spüre. Oder ich hab ein Kreislaufproblem.
Ich lenke mich ab, denke nach. Dass Herr Diehsel einmal zu spät kommt, habe ich zwar
nicht erwartet, aber es musste ja irgendwann der Tag kommen. Und der ist heute.
Ich mache eine Entspannungsübung. Die habe ich während der langen Scheidungsphase
von meiner Frau durch einen Therapeuten gelernt. Ich ärgere mich noch heute darüber, dass
sie uns einfach hat sitzen lassen, wegen eines anderen Kerls. In Gedanken stelle ich mir ein
schönes Bild vor. Der gemeinsame Strandurlaub funktioniert hier am besten. Sarah badet
überglücklich in der Ostsee und ich sehe ihr dabei zu. Diese Vorstellung ist deswegen
schön, weil meine Tochter niemals in der dunklen See planschen wollte. Es war ihr
unheimlich, dass sie den Grund nicht sehen konnte. Aber das legte sich schnell, sobald sie
erstmals nasse Füßchen bekam. Dieses Bild beruhigt mich.
Mir ist, als klopft es in meiner Fantasie. Da, schon wieder! Schnell verstehe ich, was los ist.
Das Klopfen kommt von der Wohnungstür. Ich bin wohl für einen kleinen Moment
eingenickt. Während die Wirkung meiner Entspannungsübung langsam aus meinem Körper
entweicht, öffne ich die Tür.
»Sarah, was machst du denn schon hier?« Ich schaue verwirrt auf die digitale Uhr neben der
Garderobe an der Wand. Halb elf und viel zu früh für Sarah.

ENDE der Leseprobe

Leseprobe Kurzgeschriebenes Band 2

Auszug aus der Kurzgeschichte Das Paket, Genre: Humor.

… Gleich nach dem Aufstehen am Morgen gucke ich die Mails durch. Gesetzt den Fall, dass ich ein oder mehr Teile bestellt habe. Es kommt immer eine Benachrichtigung, sofern das Paket zugestellt wird. Bin somit im Bilde, wenn etwas ankommt. Der Schlaf in der Nacht vorher ist kaum erwähnenswert. Da steigt in mir dann so ein Gefühl auf, was ich aus meiner Kindheit kenne: Der erste Schultag nach den Sommerferien, insbesondere nachtsüber. Einschlafprobleme, flauer Magen, Bauchkribbeln, Nervosität, zappelig sein und dringend aufs Klo, ein großes Geschäft erledigen. Und genau dann, wenn das exorbitante Entleerungsritual erfolgreich in den Verhandlungen steckt und der aufziehende Geruch alles beschleunigt, klingelt es an der Tür. Ich denke nur: Kacke!
Im Eiltempo den Hintern notdürftig abgewischt, ein paar Blättchen Klopapier zwischen die Backen geklemmt und die Hose hochziehend eile ich zur Wohnungstür, drücke den Summer und lausche in das Treppenhaus hinein. Da gibt es dann zwei Szenarien, die ich immer wieder erlebe.

Das erste Szenario
Es klingelt an der Tür, währenddessen ich, wie eben beschrieben, den menschlichen Notdürften nachkomme. Am Einlass angekommen öffne ich diesen einen Spalt und es kommt ein Mann mit Klemmbrett die Treppen hoch. Allein das bringt mein Blut schon zum Kochen. Nachdem er dann grinsend vor mir steht und der Zugang von mir ein kleines Stückchen weiter geöffnet wird, gebe ich ihm damit den Startschuss, seinen Text aufzusagen. Und der freut sich über diese Tatsache wie ein Kind, das zu Weihnachten sein Gedicht fehlerfrei aufgesagt hat. Bereitwillig lasse ich ihn ausreden, bin ja höflich erzogen worden. Sobald er nach längerem Warten meinerseits fertig ist, sage ich ihm kurz und knapp: kein Interesse. Darüber hinaus schließt sich meine Wohnungstür wieder. Im Treppenhaus höre ich nachfolgend und mit großem Erstaunen, dass der vermeintlich nett wirkende Mann dann doch einen ausgesprochen, sagen wir, umfangreichen Sprachschatz vorzuweisen vermag und Bezeichnungen kennt, die sogar mir neu sind. Zum Beispiel das Wort (Achtung: vulgärer Ausdruck) Pimmelbratze. Das kannte ich bis dato nicht.
Das gibt es in die Hörmuschel, für den Fall, dass man nicht den Telefonanbieter an der Wohnungstür zu wechseln anstrebt. Das Leben ist halt bewundernswert. Wenn man daraufhin mit einem lauten »danke vielmals« durch die geschlossene Tür antwortet, kommt der freundliche Herr dann in Bewegung und versucht sein Glück woanders …